Flächiger Behandlungsgriff auf der Therapieliege

Ultraschalltherapie

Therapien

Die Ultraschalltherapie arbeitet mit hochfrequenten Schallwellen, die tief in das Gewebe eindringen und dort zwei Dinge gleichzeitig bewirken: eine feine mechanische Mikrovibration und eine Tiefenwärme, die von außen nicht zu erzeugen wäre. Sie erreicht damit Strukturen, an die manuelle Techniken allein nur schwer herankommen — Sehnenansätze, Verkalkungen, Narbengewebe und chronisch gereizte Areale. In unserer Praxis steht sie selten für sich allein, sondern ergänzt die manuelle Behandlung dort, wo eine gezielte Tiefenwirkung gebraucht wird.

Wie wirkt die Ultraschalltherapie?

Der Schallkopf erzeugt Druckwellen im Bereich von etwa einem bis drei Megahertz. Diese Wellen versetzen das Gewebe in eine sehr schnelle, für Sie nicht spürbare Schwingung. Daraus ergeben sich zwei Wirkungen, die sich ergänzen:

Mechanischer Effekt: Die Mikrovibration lockert verklebte Gewebeschichten, beeinflusst die Spannung im Bindegewebe und kann die Durchlässigkeit von Zellmembranen vorübergehend verändern. Das unterstützt den Abtransport von Stoffwechselprodukten aus dem gereizten Areal.

Thermischer Effekt: Ein Teil der Schallenergie wird im Gewebe in Wärme umgewandelt — und zwar genau dort, wo die Energie absorbiert wird, also bevorzugt an Grenzflächen wie Sehnenansätzen und Knochenhaut. Diese Tiefenwärme steigert die lokale Durchblutung und den Stoffwechsel, macht das Gewebe dehnfähiger und senkt die Schmerzempfindlichkeit im behandelten Bereich.

Wir dosieren beide Anteile über Intensität und Betriebsart: Im kontinuierlichen Betrieb überwiegt die Wärme, im gepulsten Betrieb tritt der mechanische Anteil in den Vordergrund — das nutzen wir bei frischeren, noch reizempfindlichen Beschwerdebildern.

Wann setzen wir sie ein? — Anwendungsgebiete

Sehnenansatzbeschwerden: Reizungen dort, wo Sehne und Knochen ineinander übergehen (Insertionstendinopathien) — der klassische Einsatzbereich, weil die Tiefenwärme genau an solchen Grenzflächen entsteht
Kalkschulter (Tendinosis calcarea): Unterstützend bei Verkalkungen im Sehnenansatz der Rotatorenmanschette, begleitend zur manuellen Behandlung
Tennis- und Golferellbogen: Bei Epicondylitis am äußeren oder inneren Ellbogen, ansatznah dosiert
Achillodynie und Fersensporn: Bei Reizung des Achillessehnenansatzes sowie am Ansatz der Plantaraponeurose — beide Fersensporn-Formen
Narbengewebe und Verklebungen: Zur Verbesserung der Dehnfähigkeit reifer Narben und verklebter Gewebeschichten nach Verletzungen oder Operationen
Muskelverhärtungen und chronische Reizzustände: Bei hartnäckigen Verspannungen und länger bestehenden Reizungen, die auf manuelle Techniken allein zu wenig ansprechen

Grenzen und Vorsicht: Ultraschall wird nicht über Wachstumsfugen bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt, nicht bei akuter Thrombose, nicht direkt über Tumorgewebe, nicht über Herzschrittmachern oder Implantaten ohne ärztliche Freigabe und in der Schwangerschaft nicht im Bauch- und Lendenbereich. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob die Ultraschalltherapie für Sie geeignet ist.

Ablauf und Dauer

Auf die zu behandelnde Stelle kommt zunächst ein Kontaktgel — ohne dieses Medium ginge die Schallenergie an der Hautoberfläche verloren. Anschließend führe ich den Schallkopf in langsamen, kreisenden Bewegungen über das Areal; er bleibt dabei ständig in Bewegung, damit die Energie gleichmäßig verteilt wird und sich keine Wärmespitzen bilden.

Pro Areal dauert die Anwendung etwa fünf bis zehn Minuten. Sie spüren dabei in der Regel nichts oder ein leichtes Wärmegefühl — die Behandlung ist schmerzfrei. Meist ist die Ultraschalltherapie Teil einer Kombinationsbehandlung: Sie bereitet das Gewebe vor, das anschließend manuell bearbeitet wird, oder schließt eine Behandlungseinheit ab.

Berufsrechtliche Grundlage

Die Ultraschalltherapie ist im Berufsbild des Heilmasseurs ausdrücklich genannt: Das österreichische Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG) führt die eigenverantwortliche Durchführung von klassischer Massage, Packungsanwendungen, Thermotherapie, Ultraschalltherapie und Spezialmassagen zu Heilzwecken nach ärztlicher Anordnung an. Sie ist damit keine Zusatzleistung am Rand des Berufsbildes, sondern eine ausdrücklich gedeckte heilmasseurische Leistung.

Bei diesen Beschwerden setzen wir die Ultraschalltherapie ein

Die folgenden Beschwerdebilder behandeln wir unter anderem mit Ultraschall — jeweils eingebettet in ein individuelles Gesamtkonzept:

Kalkschulter · Impingement-Syndrom · Achillodynie · Tennis- und Golferellbogen · Patellaspitzensyndrom & Morbus Osgood-Schlatter · Fersensporn & Plantarfasziitis · Sehnenscheidenentzündung & Rhizarthrose

Ihr nächster Schritt

Sie haben eine ärztliche Verordnung und möchten wissen, ob die Ultraschalltherapie in Ihrem Fall sinnvoll ist? Vereinbaren Sie ein Erstgespräch — wir sehen uns Befund und Beschwerdebild gemeinsam an.

Oder rufen Sie uns an: +43 650 6943312 E-Mail: info@gesundheitspraxis.cc

Wichtiger rechtlicher Hinweis

Die Heilmassage und die weiteren heilmasseurischen Leistungen werden auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung durchgeführt – durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, eine Facharztpraxis oder eine Klinik. Eine ärztliche Abklärung und Anordnung ist in jedem Fall erforderlich; der Heilmasseur wird ausschließlich auf dieser Grundlage tätig.

Rechtlich gilt dabei: Der anordnende Arzt trägt die Verantwortung für die Anordnung (Anordnungsverantwortung), der Heilmasseur trägt die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung (Durchführungsverantwortung). Grundlage ist das österreichische Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG).

Wir stellen keine Diagnosen und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei unklaren, akuten oder schweren Befunden verweisen wir Sie an die ärztliche Abklärung und arbeiten dazu mit Orthopädie und Radiologie zusammen.

Diese Information ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die Therapie wird im persönlichen Gespräch und nach sorgfältiger Befunderhebung auf Sie abgestimmt.