Nervenentlastung, Entzündungsreduktion, Geweberegenerierung
Unsere Hände sind täglich in tausend Bewegungen involviert — und wenn sie schmerzen, tauben oder kribbeln, spürt man sofort, wie unverzichtbar sie sind. Handbeschwerden werden oft zunächst ignoriert oder mit Selbstmassage und Schmerzmitteln überbrückt, bis die Einschränkungen zu groß werden. Dabei ist eine frühzeitige Behandlung gerade bei Handproblemen besonders wichtig: Je länger Nervenkompressionen, Sehnenentzündungen oder Arthroseveränderungen ohne gezielte Therapie bleiben, desto schwieriger wird die Wiederherstellung. In unserer Praxis in Zell am See begleiten wir Sie mit einem individuellen, ganzheitlichen Ansatz.
Die häufigsten Handbeschwerden
Hintergrund & Ursache
Das Karpaltunnelsyndrom ist die häufigste periphere Nervenkompressionserkrankung. Im Karpaltunnel — einem engen Kanal an der Handgelenksbeugeseite, gebildet von Handwurzelknochen und dem Retinaculum flexorum — verlaufen die Beugesehnen und der Nervus medianus. Wenn der Tunnel eingeengt wird oder der Druck im Tunnel steigt, wird der Nerv komprimiert, was zu den charakteristischen Beschwerden führt.
Ursachen und Risikofaktoren:
- Wiederholte Handgelenksbewegungen (Büroarbeit, Handwerk, Klavier spielen)
- Schwangerschaft und hormonelle Veränderungen (Wassereinlagerungen)
- Rheumatische Erkrankungen, Diabetes, Hypothyreose
- Übergewicht, Alter (häufiger Frauen ab 50 Jahren)
Symptome
- Kribbeln, Taubheitsgefühl und Missempfindungen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger (Versorgungsgebiet des N. medianus)
- Nächtliche Beschwerden — charakteristisches Aufwachen mit tauber Hand
- Schmerzen, die in Unterarm und Schulter ausstrahlen können
- Im fortgeschrittenen Stadium: Muskelschwund am Daumenballen (Thenar-Atrophie), Griffkraftverlust
- Positiver Hoffmann-Tinel-Zeichen (Beklopfen des Karpaltunnels → Kribbeln) und Phalen-Test
Therapie-Schwerpunkte
papimi® kann den Nervus medianus entlasten, indem die Impulse Schwellungsprozesse im Karpaltunnel reduzieren, Entzündungsmediatoren abbauen und die Mikrodurchblutung des komprimierten Nervs verbessern. BEMER® verbessert die lokale Zirkulation. Faszientechnik am Unterarm und Handgelenk kann Muskeln und Faszien, die den Druck im Karpaltunnel erhöhen, gezielt lösen. Neurodynamische Mobilisation des N. medianus. Elektrotherapie zur Schmerzlinderung und Nervenstimulation. Ärztliche Abklärung (Elektromyographie) empfohlen — bei schwerem CTS mit Atrophie: chirurgische Dekompression kann notwendig sein. Bei begleitender Schwellung ergänzen wir die manuelle Lymphdrainage als Entstauungstherapie — sie reduziert den Gewebedruck und verbessert die Voraussetzungen für die weiteren Behandlungsschritte.
Hintergrund & Ursache
Die Sehnenscheiden umhüllen die Sehnen mit einer gleitfähigen Flüssigkeit und ermöglichen reibungslose Bewegungen. Bei Überlastung, repetitiven Bewegungen oder Entzündung schwillt die Sehnenscheide an, verengt sich und reibt schmerzhaft an der Sehne. Betroffen sind häufig die Strecksehnen am Handgelenk oder die Sehnen der Daumenseite (De Quervain’sche Tendovaginitis).
Ursachen: einseitige, repetitive Handgelenks- und Fingerbewegungen (Tippen, Handwerk, Smartphone-Nutzung), plötzliche ungewohnte Belastung, selten rheumatische Erkrankungen.
Symptome
- Schmerzen an der Beuge- oder Streckseite des Handgelenks oder entlang der Daumensehnen
- Druckschmerz und Krepitation (Knistern/Reiben) bei Bewegung
- Schwellung und lokale Überwärmung
- Finkelstein-Test positiv bei De-Quervain-Syndrom (Faustschluss mit Daumen innen, Handgelenk ulnar neigen → Schmerz)
Therapie-Schwerpunkte
Entlastung und Ruhe (ggf. Schiene). papimi® und BEMER zur Entzündungsreduktion und Durchblutungsförderung. Faszientechnik und sanfte Mobilisation. Kinesiologisches Taping zur Entlastung. Elektrotherapie. Bei chronischer Sehnenscheidenentzündung: orthomolekulare Begleitung zur Geweberegulation. Ultraschalltherapie zur lokalen Tiefenwärme und Stoffwechselanregung im gereizten Gewebe. Bei begleitender Schwellung ergänzen wir die manuelle Lymphdrainage als Entstauungstherapie — sie reduziert den Gewebedruck und verbessert die Voraussetzungen für die weiteren Behandlungsschritte.
Hintergrund & Ursache
Die Rhizarthrose ist die häufigste Arthrose der Hand und betrifft das Daumensattelgelenk (Karpometakarpalgelenk I) — das Gelenk, das dem Daumen seine einzigartige Beweglichkeit verleiht. Durch Knorpelverschleiß kommt es zu schmerzhaften Entzündungen und schließlich zu knöchernen Umbauprozessen. Betroffen sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren, aber auch Menschen mit jahrelanger Daumenbelastung.
Symptome
- Schmerzen an der Daumenwurzel / Handgelenksinnenseite, besonders beim Greifen, Drehen (Schlüssel, Gläserdeckel öffnen) und Kneifen
- Anlaufschmerz, der bei Bewegung zunächst nachlässt
- Schwellung und Verdickung am Daumensattelgelenk
- Im fortgeschrittenen Stadium: sichtbare Deformität (Subluxation des Daumens), Kraftverlust
- „Rucksacktest” (Daumen abduktions-/adduktionstests) schmerzhaft
Therapie-Schwerpunkte
papimi® zur Schmerzmodulation und Ernährung des noch vorhandenen Knorpels über verbesserte Mikrozirkulation. BEMER ergänzend. Faszientechnik und Mobilisation des Handgelenks und der Daumenmuskeln. Thermische Maßnahmen (Wärme). Orthomolekulare Begleitung (Kollagenpeptide, Antioxidantien). Ergonomische Beratung. Bei fortgeschrittener Arthrose: ärztliche Abklärung (Schiene, Infiltration, ggf. Arthroplastik). Ultraschalltherapie zur lokalen Tiefenwärme und Stoffwechselanregung im gereizten Gewebe.
Gemeinsames Therapiekonzept Hand & Handgelenk
Mikrozirkulation in Sehnen und Gelenken
Verklebungen in Unterarm, Handgelenk und Hand
Sehnen- und Gelenkentlastung im Alltag
Nervenstimulation und Schmerzlinderung
Gewebeunterstützung von innen
Unsere Behandlungen bei Hand- und Handgelenksbeschwerden
Jede dieser Behandlungen erklären wir auf einer eigenen Seite — mit Wirkweise, Ablauf und Anwendungsgebieten:
papimi · BEMER · Ultraschalltherapie · Faszientechnik · Elektrotherapie · Kinesiologisches Taping · Orthomolekulares Konzept · Manuelle Lymphdrainage
Psychosomatischer Hinweis
Unsere Hände sind Werkzeuge des Handelns, Gebens und Empfangens. Beschwerden in diesem Bereich können manchmal signalisieren, dass man zu viel gibt oder das eigene Handeln in Frage stellt. Es lohnt sich zu fragen: Was halte ich gerade fest — und was darf ich loslassen?
Ihr nächster Schritt
Bei Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen an Hand und Handgelenk sollten Sie nicht zu lange warten. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in Zell am See.
Oder rufen Sie uns an: +43 650 6943312 | info@gesundheitspraxis.cc
Wichtiger rechtlicher Hinweis
Die Heilmassage und die weiteren heilmasseurischen Leistungen werden auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung durchgeführt – durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, eine Facharztpraxis oder eine Klinik. Eine ärztliche Abklärung und Anordnung ist in jedem Fall erforderlich; der Heilmasseur wird ausschließlich auf dieser Grundlage tätig.
Rechtlich gilt dabei: Der anordnende Arzt trägt die Verantwortung für die Anordnung (Anordnungsverantwortung), der Heilmasseur trägt die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung (Durchführungsverantwortung). Grundlage ist das österreichische Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG).
Wir stellen keine Diagnosen und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei unklaren, akuten oder schweren Befunden verweisen wir Sie an die ärztliche Abklärung und arbeiten dazu mit Orthopädie und Radiologie zusammen.
Diese Information ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die Therapie wird im persönlichen Gespräch und nach sorgfältiger Befunderhebung auf Sie abgestimmt.