Schmerzen beim Heben des Arms, ein stechendes Gefühl in der Schulter beim Anziehen oder Greifen nach oben — das Impingement-Syndrom der Schulter gehört zu den häufigsten Schultererkrankungen überhaupt. Der Begriff „Impingement” (englisch: Einklemmung) beschreibt genau das: Beim Anheben des Arms werden Weichteile — vor allem die Sehnen der Rotatorenmanschette und der Schleimbeutel — im subakromialen Raum unter dem Schulterdach eingeklemmt und gereizt. Viele Betroffene zögern mit dem Arztbesuch, weil die Schmerzen kommen und gehen — doch ohne Behandlung kann sich das Syndrom verschlimmern. In unserer Praxis in Zell am See bieten wir Ihnen einen ganzheitlichen Ansatz, der Schmerzen lindert und die Ursachen nachhaltig angeht.
Zwischen dem Oberarmknochen (Humeruskopf) und dem Schulterdach (Akromion) liegt ein enger Spalt — der subakromiale Raum. Dort verlaufen die Sehnen der Rotatorenmanschette (vor allem die Supraspinatussehne) sowie der Schleimbeutel (Bursa subacromialis), der als Gleitlager dient.
Wird dieser Raum eingeengt, kommt es bei bestimmten Bewegungen zur schmerzhaften Einklemmung. Ursachen:
- Anatomische Engstellen: hakige oder schräge Akromionform (Typ II–III nach Bigliani) begünstigt Impingement
- Muskuläre Dysbalancen: Schwäche oder Fehlkoordination der Rotatorenmanschette, besonders Supra- und Infraspinatus sowie M. subscapularis
- Instabilität des Schultergelenks: Eine nach vorne kippende Schulterblattposition (Skapuladyskinesie) verengt den subakromialen Spalt
- Überlastung: Repetitive Überkopfbewegungen (Sport, handwerkliche Berufe, Schwimmen, Tennis, Volleyball)
- Kalkablagerungen in der Supraspinatussehne (Tendinitis calcarea, → Seite 05)
- Arthrotische Veränderungen am Akromioklavikulargelenk (ACG)
- Haltungsbedingte Faktoren: Rundrücken und nach vorne gezogene Schultern verengen den subakromialen Raum chronisch
- Schmerzen beim Heben des Arms — charakteristisch ist ein schmerzhafter Bogen (painful arc) zwischen ca. 60° und 120° Abduktion
- Nächtliche Schmerzen, besonders beim Liegen auf der betroffenen Schulter
- Schmerzen beim Greifen nach oben, hinter den Rücken oder beim Anziehen
- Schwäche beim seitlichen Heben des Arms oder beim Innenrotieren
- Druckschmerz unter dem vorderen Akromionrand
- Knacken oder Reibungsgeräusche in der Schulter bei Bewegung
- Im fortgeschrittenen Stadium: Dauerschmerz, deutliche Bewegungseinschränkung
Eine sorgfältige Diagnostik unterscheidet das Impingement-Syndrom von anderen Schultererkrankungen wie Kalkschulter, Frozen Shoulder oder Sehnenriss:
- Inspektion und Haltungsanalyse: Schulterblattposition, Rumpfhaltung, Muskelatrophien
- Palpation: Druckschmerz unter dem Akromion, am ACG, an Sehnenansätzen
- Provokationstests:
- Neer-Test: Passives Vorbeugen des Arms — Schmerz = positive Impingement-Zeichen
- Hawkins-Kennedy-Test: Schulter bei 90° gebeugt, Innenrotation — klassischer Impingement-Test
- Jobe-Test (Empty Can): Beurteilung der Supraspinatus-Funktion und -Kraft
- Painful-Arc-Test: Schmerzhafter Bewegungsabschnitt beim Heben
- Bewegungsausmaß (ROM): Abduktion, Flexion, Rotation
- Bildgebung: Röntgen (Akromionform, ACG-Arthrose), Ultraschall (Schleimbeutel, Sehnen), MRT bei Verdacht auf Sehnenriss
Unser Therapiekonzept
Das Impingement-Syndrom spricht in den meisten Fällen sehr gut auf konservative Maßnahmen an — vorausgesetzt, die Therapie ist konsequent und ganzheitlich.
papimi® Ionen-Induktions-Therapie ist für diese Erkrankung besonders geeignet: Die tief wirkenden, elektromagnetischen Impulse können den gereizten Schleimbeutel und die entzündete Supraspinatussehne beruhigen, Entzündungsmediatoren abbauen und den Heilungsprozess auf zellulärer Ebene anregen. Erfahrungsgemäß zeigen Betroffene häufig bereits nach wenigen Behandlungen eine deutliche Schmerzreduktion.
BEMER® physikalische Gefäßtherapie verbessert die lokale Mikrozirkulation im Schulterbereich und unterstützt die Versorgung des Sehnen- und Schleimbeutelgewebes — besonders relevant, da Sehnengewebe von Haus aus schlecht durchblutet ist.
Faszientechnik / Myofasziales Release löst Verklebungen in der Schulter- und Brustmuskulatur sowie im M. pectoralis minor — ein oft übersehener Faktor, der die Schulterblattposition und damit den subakromialen Raum direkt beeinflusst.
Triggerpunkttherapie in der Rotatorenmanschette, im Trapezius und in der Bizepssehne reduziert reflektorisch bedingte Spannungsmuster.
Kinesiologisches Taping stabilisiert das Schulterblatt begleitend in einer günstigen Position, entlastet den subakromialen Raum und kann die Schmerzwahrnehmung positiv beeinflussen — ideal als Zwischentherapie zwischen den Terminen.
Ultraschalltherapie & Elektrotherapie setzen wir gezielt am Subacromialraum ein: Therapeutischer Ultraschall (1–3 MHz) wirkt tief in Bursa und Supraspinatussehne — Mikromassage, Tiefenerwärmung und Anregung der Zellregeneration; TENS und Interferenzstrom ergänzen schmerzlindernd.
Manuelle Lymphdrainage kommt bei akut entzündetem Impingement mit Schwellung und Bursitis subacromialis als Entstauungstherapie zum Einsatz und beschleunigt den Rückgang lokaler Ödeme.
Orthomolekulare Begleitung mit einem individuell abgestimmten Mikronährstoffkonzept unterstützt Entzündungsmodulation und Geweberegeneration.
Unsere Behandlungen bei Impingement-Syndrom der Schulter
Jede dieser Behandlungen erklären wir auf einer eigenen Seite — mit Wirkweise, Ablauf und Anwendungsgebieten:
papimi · BEMER · Ultraschalltherapie · Faszientechnik · Triggerpunkttherapie · Elektrotherapie · Kinesiologisches Taping · Orthomolekulares Konzept · Manuelle Lymphdrainage
Psychosomatischer Hinweis
Die Schulter steht symbolisch für das Tragen von Lasten und Verantwortung. Beschwerden in diesem Bereich können manchmal darauf hinweisen, dass man sich mehr aufgeladen hat, als gut tut — im Beruf wie im privaten Leben. Es lohnt sich, inne zu halten und zu fragen: Was trage ich gerade, und für wen?
Ihr nächster Schritt
Schulterprobleme, die sich nicht von selbst bessern, verdienen eine gründliche Untersuchung. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in der Gesundheitspraxis René Kricker in Zell am See.
Oder rufen Sie uns an: +43 650 6943312 | info@gesundheitspraxis.cc
Wichtiger rechtlicher Hinweis
Die Heilmassage und die weiteren heilmasseurischen Leistungen werden auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung durchgeführt – durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, eine Facharztpraxis oder eine Klinik. Eine ärztliche Abklärung und Anordnung ist in jedem Fall erforderlich; der Heilmasseur wird ausschließlich auf dieser Grundlage tätig.
Rechtlich gilt dabei: Der anordnende Arzt trägt die Verantwortung für die Anordnung (Anordnungsverantwortung), der Heilmasseur trägt die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung (Durchführungsverantwortung). Grundlage ist das österreichische Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG).
Wir stellen keine Diagnosen und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei unklaren, akuten oder schweren Befunden verweisen wir Sie an die ärztliche Abklärung und arbeiten dazu mit Orthopädie und Radiologie zusammen.
Diese Information ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die Therapie wird im persönlichen Gespräch und nach sorgfältiger Befunderhebung auf Sie abgestimmt.