Manuelle Behandlung der Lendenwirbelsäule

Spinalkanalstenose (Wirbelkanalstenose)

Krankheitsbilder & Beschwerdegebiete

Wenn das Gehen nach wenigen Minuten schmerzhaft wird, die Beine schwer und kribbelig werden und Sie immer wieder stehenbleiben oder sich vorbeugen müssen, um Erleichterung zu spüren — dann könnte eine Spinalkanalstenose dahinterstecken. Bei ihr ist der zentrale Wirbelkanal eingeengt, also der Raum, in dem Rückenmark und Nervenwurzeln verlaufen. Betroffen sind häufig Menschen zwischen 50 und 70 Jahren. Die überwiegende Mehrzahl kann mit konservativen Methoden eine deutliche Verbesserung erzielen. In unserer Praxis in Zell am See helfen wir Ihnen, die Ursachen gezielt anzugehen und Ihre Mobilität Schritt für Schritt zurückzugewinnen.

Häufig treten beide Formen kombiniert auf — die Abgrenzung erfolgt über das Beschwerdemuster und die Bildgebung. Zur seitlichen Form: Neuroforamenstenose (Nervenwurzelenge)

Der Wirbelkanal ist ein knöcherner Kanal in der Wirbelsäule, durch den das Rückenmark und die Nervenbahnen verlaufen. Bei der Spinalkanalstenose ist dieser zentrale Kanal eingeengt — also der Raum, in dem Rückenmark beziehungsweise Cauda equina verlaufen. Die Nerven werden dabei über eine längere Strecke und von mehreren Seiten komprimiert.

Die Ursache ist in den meisten Fällen degenerativ: Bandscheiben verlieren an Höhe, die kleinen Wirbelgelenke vergrößern sich (Spondylarthrose), das hintere Längsband und das Ligamentum flavum verdicken sich. Dazu kommen angeborene Engstellen und das Wirbelgleiten (Spondylolisthesis).

Am häufigsten betroffen ist die Lendenwirbelsäule bei Menschen zwischen 50 und 70 Jahren, seltener die Halswirbelsäule.

Häufig treten beide Formen kombiniert auf — die Abgrenzung erfolgt über das Beschwerdemuster und die Bildgebung. Zur seitlichen Form: Neuroforamenstenose (Nervenwurzelenge)

Leitsymptom ist die Claudicatio spinalis, auch neurogene Claudicatio genannt — charakteristisch sind die Belastungsabhängigkeit und die Erleichterung durch Vorbeugen:

  • Belastungsabhängige Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine, dazu ein Schwere- und Müdigkeitsgefühl der Beine
  • Eine von Mal zu Mal kürzer werdende Gehstrecke, die zu Pausen zwingt
  • Haltungsabhängigkeit: Vorneigen, Bergaufgehen, Radfahren oder das Aufstützen auf einen Einkaufswagen erweitert den Kanal und lindert die Beschwerden sofort; Aufrichten und Bergabgehen verstärkt sie
  • Beidseitige Kribbel- oder Taubheitsgefühle in Beinen und Füßen
  • Muskelkrämpfe in Waden oder Oberschenkeln bei Belastung
  • Bei zervikaler Spinalkanalstenose: Gangunsicherheit, Feinmotorikstörungen der Hände, Koordinationsprobleme

Die Beschwerden sind meist beidseitig und diffus, nicht einem einzelnen Nerv zuzuordnen — genau darin unterscheiden sie sich vom radikulären Bild der Neuroforamenstenose.

Eine differenzierte Befunderhebung grenzt die Spinalkanalstenose von anderen Ursachen ab — insbesondere von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, die ein ganz ähnliches Gehbild erzeugt:

  • Schmerzfreie Gehstrecke und Beschwerdeverhalten in Extension und Flexion
  • Segmentale Beweglichkeit der LWS — Strecken verschlimmert typischerweise, Beugen lindert
  • Tonus der paravertebralen Muskulatur, Verhärtungen, Druckpunkte, segmentale Blockaden
  • Hüft- und Iliosakralgelenksfunktion
  • Pulsstatus der Beine — der wichtigste Abgrenzungspunkt zur peripheren arteriellen Claudicatio
  • Neurologische Tests: Muskeleigenreflexe, Sensibilität und Muskelkraft der unteren Extremitäten
  • Bildgebung: Das MRT ist Goldstandard für Ausmaß und Lage der Stenose, Röntgen zeigt Knochenanbauten und Bandscheibenhöhenverlust. Abklärung beim Orthopäden oder Neurologen.

Unser Therapiekonzept

In über 80–90 % der Fälle ist eine operative Behandlung nicht erforderlich. Ziel unserer Therapie ist die Entlastung des Kanals über Muskel- und Faszienbalance — dazu Schmerzlinderung und der Erhalt Ihrer Gehstrecke.

Faszientechnik und myofasziale Release-Techniken am Rückenstrecker, Psoas und Glutealbereich lösen die Verkettungen, die durch die Schonhaltung entstehen. Ergänzend arbeiten wir mit Triggerpunkttherapie, Heilmassage und Thermotherapie.

Ultraschalltherapie setzen wir am betroffenen Segment ein, Elektrotherapie zur Schmerzmodulation.

papimi® Ionen-Induktionstherapie wird zur Regulation im betroffenen Segment eingesetzt: Die hochenergetischen, gepulsten Impulse wirken tief in das Nervengewebe, können gereizte Nervenwurzeln beruhigen und Entzündungsprozesse modulieren. BEMER® verbessert die Mikrozirkulation im Nervengewebe — chronisch komprimierte Nerven sind darauf besonders angewiesen.

Bei chronisch reduzierter Belastbarkeit ergänzt IHT/IHHT die systemische Ebene. Begleitend beraten wir zum orthomolekularen Konzept.

Kinesiologisches Taping unterstützt Entlastung und Aufrichtung im Alltag. Dazu zeigen wir Ihnen Eigenübungen für zuhause — Rumpfstabilisation, Dehnung der Körpervorderseite und die Käferstellung.

Unsere Behandlungen bei Spinalkanalstenose

Jede dieser Behandlungen erklären wir auf einer eigenen Seite — mit Wirkweise, Ablauf und Anwendungsgebieten:

papimi · BEMER · Ultraschalltherapie · Faszientechnik · Triggerpunkttherapie · Heilmassage · Elektrotherapie · Kinesiologisches Taping · IHHT/IHT-Höhentraining · Orthomolekulares Konzept

Grenzen und ärztliche Abklärung

Bei Blasen- oder Darmstörungen, zunehmender Kraftminderung oder einer Gefühlsstörung im Reithosenbereich ist umgehend ärztliche Abklärung erforderlich — das kann ein Notfall sein.

Psychosomatischer Hinweis

Die Wirbelsäule steht symbolisch für innere Haltung, Stabilität und Ausrichtung. Beschwerden, die das Vorwärtsgehen buchstäblich erschweren, können als Einladung verstanden werden, innezuhalten und zu fragen: Wo fühle ich mich belastet? Was hält mich zurück? Ist mein Lebenstempo noch stimmig?

Ihr nächster Schritt

Lassen Sie sich nicht von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen ausbremsen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in der Gesundheitspraxis René Kricker in Zell am See.

Oder rufen Sie uns an: +43 650 6943312 | info@gesundheitspraxis.cc

Wichtiger rechtlicher Hinweis

Die Heilmassage und die weiteren heilmasseurischen Leistungen werden auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung durchgeführt – durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, eine Facharztpraxis oder eine Klinik. Eine ärztliche Abklärung und Anordnung ist in jedem Fall erforderlich; der Heilmasseur wird ausschließlich auf dieser Grundlage tätig.

Rechtlich gilt dabei: Der anordnende Arzt trägt die Verantwortung für die Anordnung (Anordnungsverantwortung), der Heilmasseur trägt die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung (Durchführungsverantwortung). Grundlage ist das österreichische Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG).

Wir stellen keine Diagnosen und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei unklaren, akuten oder schweren Befunden verweisen wir Sie an die ärztliche Abklärung und arbeiten dazu mit Orthopädie und Radiologie zusammen.

Diese Information ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die Therapie wird im persönlichen Gespräch und nach sorgfältiger Befunderhebung auf Sie abgestimmt.