Hinweis: Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird in unserer Praxis voraussichtlich ab Ende 2026 / Anfang 2027 angeboten. Die Anschaffung des Geräts ist konkret geplant. Wir freuen uns, Sie rechtzeitig zu informieren — nehmen Sie gerne direkten Kontakt auf, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Die extrakorporale Stoßwellentherapie gehört zu den am besten belegten physikalischen Behandlungsverfahren bei chronischen Sehnen-, Knochen- und Muskelbeschwerden. Mit ihrer Integration in unser Therapieangebot erweitern wir unser Spektrum für Patientinnen und Patienten, die bisher auf operative Eingriffe oder langwierige Schmerzbehandlungen angewiesen waren. Erfahren Sie hier bereits jetzt, wie ESWT funktioniert und für wen sie infrage kommt.
Wie funktioniert die Stoßwellentherapie?
Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie werden hochenergetische akustische Druckwellen von außen durch die Haut in das betroffene Gewebe geleitet — ohne Schnitt, ohne Narkose. Das Verfahren nutzt zwei grundlegende Mechanismen:
Fokussierte ESWT konzentriert die Energie auf einen definierten Punkt in der Tiefe — ideal bei Knochenödem, Kalkdepots oder tiefsitzenden Sehnenveränderungen. Radiale ESWT streut die Energie flächiger und eignet sich besonders für oberflächlichere Muskeln und Sehnenansätze.
Die Druckwellen lösen im Gewebe eine kontrollierte Mikrotraumatisierung aus. Dies stimuliert:
- die Neovaskularisation (Neubildung von Blutgefäßen) im minderdurchbluteten Gewebe
- die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren (u. a. TGF-β, VEGF), die Heilungsprozesse ankurbeln
- die Auflösung von Kalkdepots durch mechanische Desintegration
- die Hemmung von Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) im Behandlungsbereich
Durch diese Kombination aus Durchblutungsförderung, Geweberegeneration und Schmerzmodulation kann ESWT auch bei langjährig bestehenden Beschwerden wirksam sein, die auf andere konservative Maßnahmen nicht ausreichend angesprochen haben.
Wann ist ESWT sinnvoll? — Anwendungsgebiete
Die Stoßwellentherapie ist besonders bei chronischen Beschwerden an Sehnen, Muskeln und Knochen indiziert:
Ablauf einer Stoßwellenbehandlung
Nach ärztlicher Verordnung und eingehender Befunderhebung wird die betroffene Region mit Ultraschallgel präpariert. Der Stoßwellenkopf wird gezielt auf das Behandlungsareal aufgesetzt und die Impulse werden in individuell dosierter Stärke appliziert. Eine Sitzung dauert je nach Indikation 10 bis 20 Minuten. In der Regel sind drei bis fünf Behandlungen im wöchentlichen Abstand notwendig. Die Behandlung kann vorübergehend mit einem leichten Druckgefühl verbunden sein; schwere Nebenwirkungen sind selten. Nach der Sitzung ist keine Ruhigstellung nötig — leichte Bewegung wird in den meisten Fällen sogar empfohlen.
Studien & Evidenz
Die ESWT gehört zu den am intensivsten erforschten physikalischen Therapieverfahren. Für die Kalkschulter, den Tennisellbogen und die Plantarfasziitis liegen Evidenzen der Klasse I (randomisierte kontrollierte Studien, Metaanalysen) vor. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) empfiehlt ESWT bei Tendinosis calcarea als Therapie der Wahl vor einem operativen Eingriff. Langzeitdaten zeigen anhaltende Effekte über 12 Monate und darüber hinaus — bei einem vergleichsweise geringen Nebenwirkungsprofil.
Bei diesen Beschwerden setzen wir die Stoßwellentherapie ein
Sobald wir die Stoßwellentherapie anbieten (geplant 2026/2027), kommt sie bei diesen Beschwerdebildern in Betracht — jeweils eingebettet in ein individuelles Gesamtkonzept:
Bandscheibenvorfall · Achillodynie · Kalkschulter · Schulter & Ellbogen · Knie · Fuß & Sprunggelenk
Ihr nächster Schritt
Die ESWT ist noch nicht verfügbar, aber wir halten Sie gerne auf dem Laufenden. Nehmen Sie Kontakt auf — wir beraten Sie bereits jetzt über Ihr individuelles Therapiekonzept und welche aktuell verfügbaren Verfahren (papimi, BEMER, IHHT) Ihnen schon heute helfen können.
Oder rufen Sie uns an: +43 650 6943312 E-Mail: info@gesundheitspraxis.cc
Wichtiger rechtlicher Hinweis
Die Heilmassage und die weiteren heilmasseurischen Leistungen werden auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung durchgeführt – durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, eine Facharztpraxis oder eine Klinik. Eine ärztliche Abklärung und Anordnung ist in jedem Fall erforderlich; der Heilmasseur wird ausschließlich auf dieser Grundlage tätig.
Rechtlich gilt dabei: Der anordnende Arzt trägt die Verantwortung für die Anordnung (Anordnungsverantwortung), der Heilmasseur trägt die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung (Durchführungsverantwortung). Grundlage ist das österreichische Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG).
Wir stellen keine Diagnosen und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei unklaren, akuten oder schweren Befunden verweisen wir Sie an die ärztliche Abklärung und arbeiten dazu mit Orthopädie und Radiologie zusammen.
Diese Information ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die Therapie wird im persönlichen Gespräch und nach sorgfältiger Befunderhebung auf Sie abgestimmt.