Behandlung von Unterschenkel und Achillessehne auf der Therapieliege

Achillessehnenschmerz (Achillodynie) — wenn jeder Schritt zur Herausforderung wird

Krankheitsbilder & Beschwerdegebiete

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers — und gleichzeitig eine, die bei Überbelastung hartnäckige Beschwerden verursacht. Ob Sie Läufer sind, der nach einer intensiven Trainingsphase Schmerzen am Sehnenansatz bemerkt, oder ob der Schmerz schon morgens beim ersten Schritt aus dem Bett beginnt: Achillessehnenbeschwerden schränken die Lebensqualität spürbar ein. Die gute Nachricht ist, dass eine konsequente, auf Ihren Befund abgestimmte Therapie in den meisten Fällen sehr gute Ergebnisse erzielen kann. In unserer Praxis in Zell am See begleiten wir Sie auf dem Weg zurück zu Beschwerdefreiheit.

Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur (M. gastrocnemius und M. soleus) mit dem Fersenbein und ermöglicht das kraftvolle Abstoßen beim Gehen, Laufen und Springen. Sie überträgt dabei enorme Zugkräfte — beim Laufen kann die Belastung das Sechsfache des Körpergewichts erreichen.

Achillodynie (Achillessehnenschmerz) entsteht meist durch chronische Überlastung statt durch ein einmaliges Trauma:

  • Trainingsfehler: zu rascher Belastungsanstieg, fehlende Regeneration, inkonsequentes Aufwärmen und Dehnen
  • Biomechanische Faktoren: Beinachsenprobleme (Überpronation, Supination), Fußfehlstellungen, Beinlängendifferenz
  • Ungeeignetes Schuhwerk: zu wenig Dämpfung, abgelaufene Laufschuhe
  • Muskuläre Dysbalancen: verkürzte oder schwache Wadenmuskulatur
  • Degenerative Veränderungen: Mit zunehmendem Alter verliert das Sehnengewebe an Elastizität und Reißfestigkeit — die Durchblutung der Sehne ist ohnehin eingeschränkt, was Heilungsprozesse verlangsamt
  • Seltener: systemische Erkrankungen (z. B. rheumatische Erkrankungen, Gicht) oder Medikamentennebenwirkungen (z. B. Fluorchinolone)

Die Beschwerden können sich sehr unterschiedlich präsentieren, je nach Schweregrad und Stadium:

  • Anlaufschmerz morgens beim ersten Schritt oder nach Ruhephasen — bessert sich oft kurz nach dem Aufwärmen
  • Belastungsschmerz während und nach dem Sport oder längerem Gehen
  • Druckschmerz an der Sehne, besonders 2–6 cm oberhalb des Fersenbeins (typische Zone für Tendinopathie) oder direkt am Sehnenansatz
  • Schwellung und lokale Überwärmung im akuten Stadium
  • Spindelförmige Verdickung der Sehne im chronischen Stadium — gut tastbar
  • Dauerschmerz und Steifigkeit bei fortgeschrittener Tendinopathie
  • Im schlimmsten Fall: Sehnenriss (Ruptur) — äußert sich als plötzlicher, harter „Knall” mit sofortigem Kraftverlust (medizinischer Notfall)

Basis der Therapieplanung ist eine gründliche manuelle Untersuchung:

  • Inspektion: Schwellung, Rötung, Verdickung, Achsenfehlstellungen am Fuß und Bein
  • Palpation der Sehne: genaue Lokalisation des Druckschmerzes (Sehnenmitte vs. Ansatz), Konsistenz, Krepitation
  • Royal-London-Hospital-Test: Druckschmerz bei Dorsalflexion — typisch für Tendinopathie der Sehnenmitte
  • Wadendehntest / Single-Leg-Heel-Rise-Test: Beurteilung der exzentrischen Belastbarkeit
  • Ganganalyse: Erkennen von Kompensationsmechanismen und Fehlbelastungen
  • Bildgebung: Bei unklarem Befund oder Verdacht auf Sehnenriss empfehlen wir eine Ultraschalluntersuchung oder ein MRT durch den behandelnden Arzt.

Unser Therapiekonzept

Achillodynie braucht einen geduldigen, konsequenten Therapieansatz — isolierte Einzelmaßnahmen reichen selten aus. Wir kombinieren bewährte Verfahren individuell auf Ihren Befund abgestimmt.

papimi® Ionen-Induktions-Therapie wirkt tief im Sehnengewebe: Sie kann Entzündungsprozesse dämpfen, die lokale Mikrozirkulation verbessern und zelluläre Regenerationsprozesse in der oft minderdurchbluteten Sehne anregen.

BEMER® physikalische Gefäßtherapie unterstützt die Durchblutung im umliegenden Gewebe und fördert den Abtransport von Entzündungsmediatoren — besonders hilfreich im chronischen Stadium.

Faszientechnik / Myofasziales Release behandelt Verklebungen in der Wadenmuskulatur und der plantaren Faszienkette, die häufig zur Überlastung der Achillessehne beitragen.

Triggerpunkttherapie in Wade, Soleus und Peronealmuskulatur löst myofasziale Spannungsmuster, die die Sehne dauerhaft unter Zug halten.

Kinesiologisches Taping entlastet die Sehne begleitend, reduziert Schwellungen und verbessert die propriozeptive Rückmeldung.

Elektrotherapie & Ultraschalltherapie kombiniert setzen wir gezielt bei chronischer Achillodynie ein: TENS und Interferenzstrom modulieren den Schmerz, therapeutischer Ultraschall (1–3 MHz) wirkt tief im Sehnengewebe — Mikromassage, Tiefenerwärmung und Anregung der Zellregeneration in der oft schlecht durchbluteten Sehne.

Manuelle Lymphdrainage setzen wir im akut-entzündlichen Stadium und postoperativ (z. B. nach OP an der Achillessehne) als Entstauungstherapie ein: Schwellung geht zügiger zurück, Entzündungsmediatoren werden abtransportiert, das Sehnengewebe wird druckentlastet.

Heimübungen: Ergänzend empfehlen wir Ihnen exzentrische Wadenübungen (Alfredson-Protokoll) als evidenzbasierte Selbsthilfemaßnahme sowie die Überprüfung Ihres Schuhwerks (ggf. Laufbandanalyse und podologische Einlagen).

Stoßwellentherapie (ESWT): Diese sehr wirksame Methode bei chronischer Achillodynie — sie regt Wachstumsfaktoren an, fördert die Neovaskularisierung und kann verhärtetes, degeneriertes Sehnengewebe zur Regeneration anregen — planen wir als Ergänzung unseres Angebots ab 2026/2027.

Unsere Behandlungen bei Achillodynie

Jede dieser Behandlungen erklären wir auf einer eigenen Seite — mit Wirkweise, Ablauf und Anwendungsgebieten:

papimi · BEMER · Ultraschalltherapie · Faszientechnik · Triggerpunkttherapie · Elektrotherapie · Kinesiologisches Taping · Stoßwellentherapie (ab 2026/2027) · Manuelle Lymphdrainage

Psychosomatischer Hinweis

Die Achillessehne steht symbolisch für das Vorankommen im Leben und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Beschwerden in diesem Bereich werden manchmal mit innerem Druck, hohen Leistungsansprüchen oder dem Gefühl verbunden, an wichtigen Entscheidungen festzustecken. Es kann sich lohnen zu fragen: Wo drückt der Schuh wirklich — und gönne ich mir ausreichend Erholung?

Ihr nächster Schritt

Lassen Sie Achillessehnenschmerzen nicht chronisch werden. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in der Gesundheitspraxis René Kricker in Zell am See — für eine sorgfältige Befunderhebung und ein auf Sie zugeschnittenes Therapiekonzept.

Oder rufen Sie uns an: +43 650 6943312 | info@gesundheitspraxis.cc

Wichtiger rechtlicher Hinweis

Die Heilmassage und die weiteren heilmasseurischen Leistungen werden auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung durchgeführt – durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, eine Facharztpraxis oder eine Klinik. Eine ärztliche Abklärung und Anordnung ist in jedem Fall erforderlich; der Heilmasseur wird ausschließlich auf dieser Grundlage tätig.

Rechtlich gilt dabei: Der anordnende Arzt trägt die Verantwortung für die Anordnung (Anordnungsverantwortung), der Heilmasseur trägt die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung (Durchführungsverantwortung). Grundlage ist das österreichische Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG).

Wir stellen keine Diagnosen und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei unklaren, akuten oder schweren Befunden verweisen wir Sie an die ärztliche Abklärung und arbeiten dazu mit Orthopädie und Radiologie zusammen.

Diese Information ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die Therapie wird im persönlichen Gespräch und nach sorgfältiger Befunderhebung auf Sie abgestimmt.